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Mario und der Zauberer

Thomas Mann · Seite 32 von 107

1Meer, in dessen Flachheit träge Quallen trieben,
2war immerhin eine Neuigkeit; es wäre albern
3gewesen, nach einer Sonne zurückzuverlangen,
4der, als sie übermütig waltete, so mancher Seuf-
5zer gegolten hatte.
6Zu diesem Zeitpunkt also zeigte sich an.
7 Cipolla, wie er auf den Plakaten ge-
8nannt war, die eines Tages überall, auch im
9Speisesaal der , sich ange-
10schlagen fanden, – ein fahrender Virtuose, ein
11Unterhaltungskünstler, ,
12und (so bezeichnete er sich),
13welcher dem hochansehnlichen Publikum von
14 mit einigen außerordentlichen
15Phänomenen geheimnisvoller und verblüffen-
16der Art aufzuwarten beabsichtigte. Ein Zauber-
17künstler! Die Ankündigung genügte, unseren
18Kleinen den Kopf zu verdrehen. Sie hatten noch
19nie einer solchen Darbietung beigewohnt, diese
20Ferienreise sollte ihnen die unbekannte Aufre-
21gung bescheren. Von Stund an lagen sie uns in
22den Ohren, für den Abend des Taschenspielers
23Eintrittskarten zu nehmen, und obgleich uns
24die späte Anfangsstunde der Veranstaltung,
25neun Uhr, von vornherein Bedenken machte,
26gaben wir in der Erwägung nach, daß wir ja