Mario und der Zauberer
Thomas Mann · Seite 34 von 107
1und hier, schon im Populären, lag die »«,
2nichts Besseres eigentlich als eine allerdings ge-
3räumige Bretterbude, deren torähnlicher Ein-
4gang zu beiden Seiten mit buntfarbigen und
5übereinandergeklebten Plakaten geschmückt
6war. Einige Zeit nach dem also, am ange-
7setzten Tage, pilgerten wir im Dunklen dorthin,
8die Kinder in festlichem Kleidchen und Anzug,
9beglückt von so viel Ausnahme. Es war schwül,
10wie seit Tagen, es wetterleuchtete manchmal
11und regnete etwas. Wir gingen unter Schirmen.
12Es war eine Viertelstunde Weges.
13Im Durchgange kontrolliert, hatten wir unsere
14Plätze selbst aufzusuchen. Sie fanden sich in
15der dritten Bank links, und indem wir uns
16niederließen, mußten wir bemerken, daß man
17die ohnedies bedenkliche Anfangsstunde auch
18noch lax behandelte: nur sehr allmählich be-
19gann ein Publikum, das es darauf ankommen
20zu lassen schien, zu spät zu kommen, das Par-
21terre zu besetzen, auf welches, da keine Logen
22vorhanden waren, der Zuschauerraum sich be-
23schränkte. Diese Säumigkeit machte uns etwas
24besorgt. Den Kindern färbte schon jetzt eine mit
25Erwartung hektisch gemischte Müdigkeit die
26Wangen. Einzig die Stehplätze in den Seiten-