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Mario und der Zauberer

Thomas Mann · Seite 48 von 107

1Personen, die durch die Gunst des weiblichen
2Geschlechtes etwas verwöhnt scheinen, sie mir
3verweisen.« Jetzt hatte wieder der Bursche die
4Zeche zu zahlen, den nicht müde wurde
5in der Rolle des und ländlichen
6Hahnes im Korbe vorzuführen, – wobei die zä-
7he Empfindlichkeit und Animosität, mit der er
8auf ihn zurückkam, in auffälligem Mißverhält-
9nis zu den Äußerungen seines Selbstgefühles
10und zu den mondänen Erfolgen stand, deren er
11sich rühmte. Gewiß mußte der Jüngling einfach
12als Belustigungsthema herhalten, wie Cipolla
13sich jeden Abend eines herauszugreifen und
14aufs Korn zu nehmen gewohnt sein mochte.
15Aber es sprach aus seinen Spitzen doch auch
16echte Gehässigkeit, über deren menschlichen
17Sinn ein Blick auf die Körperlichkeit beider be-
18lehrt haben würde, auch wenn der Verwachsene
19nicht beständig auf das ohne weiteres voraus-
20gesetzte Glück des hübschen Jungen bei den
21Frauen angespielt hätte.
22»Damit wir also unsere Unterhaltung begin-
23nen«, setzte er hinzu, »erlauben Sie, daß ich es
24mir bequemer mache!« Und er ging zum Klei-
25derständer, um abzulegen.
26»«, stellte man in unserer Nähe