Mario und der Zauberer
Thomas Mann · Seite 52 von 107
1zu bewahren, wobei er sich selbst ein zungen-
2gewandter und keinen Augenblick um einen
3plauderhaften Einfall verlegener
4war. Daß er sogleich damit fortfuhr, die Kluft
5zwischen Podium und Zuschauerraum aufzuhe-
6ben, die schon durch das sonderbare Geplänkel
7mit dem Fischerburschen überbrückt worden
8war; daß er also Vertreter des Publikums auf
9die Bühne nötigte und seinerseits über die höl-
10zernen Stufen, die dort hinaufführten, herun-
11terkam, um persönliche Berührung mit seinen
12Gästen zu suchen, gehörte zu seinem Arbeitsstil
13und gefiel den Kindern sehr. Ich weiß nicht, wie
14weit die Tatsache, daß er dabei sofort wieder in
15Häkeleien mit Einzelpersonen geriet, in seinen
16Absichten und seinem System lag, obgleich er
17sehr ernst und verdrießlich dabei blieb, – das
18Publikum, wenigstens in seinen volkstümlichen
19Elementen, schien jedenfalls der Meinung zu
20sein, daß dergleichen zur Sache gehöre.
21Nachdem er nämlich ausgeschrieben und das
22Geschriebene unter dem Blatt Papier verheim-
23licht hatte, drückte er den Wunsch aus, zwei
24Personen möchten aufs Podium kommen, um
25beim Ausführen der bevorstehenden Rechnung
26behilflich zu sein. Das biete keine Schwierigkei-