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Mario und der Zauberer

Thomas Mann · Seite 64 von 107

1Geschicklichkeit, und daß dies gar nichts für
2Kinder war. Wiederum weiß ich nicht, was ei-
3gentlich das Publikum sich dachte; aber um die
4»freie Wahl« bei Bestimmung der Summanden
5war es offenbar recht zweifelhaft bestellt gewe-
6sen; dieser und jener der Befragten mochte wohl
7aus sich selbst geantwortet haben, im ganzen
8aber war deutlich, daß sich seine Leute
9ausgesucht, und daß der Prozeß, abzielend auf
10das vorgezeichnete Ergebnis, unter seinem Wil-
11len gestanden hatte, – wobei immer noch sein
12rechnerischer Scharfsinn zu bewundern blieb,
13wenn das andere sich der Bewunderung seltsam
14entzog. Dazu der Patriotismus und die reizbare
15Würde: – die Landsleute des mochten
16sich bei alldem harmlos in ihrem Elemente füh-
17len und zu Späßen aufgelegt bleiben; den von
18außen Kommenden mutete die Mischung be-
19klemmend an.
20Übrigens sorgte Cipolla selbst dafür, daß der
21Charakter seiner Künste jedem irgendwie Wis-
22senden unzweifelhaft wurde, freilich ohne daß
23ein Name, ein Terminus fiel. Er sprach wohl
24davon, denn er sprach immerwährend, aber nur
25in unbestimmten, anmaßenden und reklame-
26haften Ausdrücken. Er ging noch eine Weile