Buch

Seite 92

Mario und der Zauberer

Thomas Mann · Seite 92 von 107

1dium, um ihn den anderen Hampelmännern
2anzureihen. Man sah nun das Gesicht des Un-
3terworfenen, es war dort oben veröffentlicht. Er
4lächelte breit, mit halb geschlossenen Augen,
5während er sich »vergnügte«. Es war eine Art
6von Trost, zu sehen, daß ihm offenbar wohler
7war jetzt als zur Zeit seines Stolzes...
8Man kann sagen, daß sein »Fall« Epoche mach-
9te. Mit ihm war das Eis gebrochen, ’s
10Triumph auf seiner Höhe; der Stab der ,
11diese pfeifende Ledergerte mit Klauengriff,
12herrschte unumschränkt. Zu dem Zeitpunkt,
13den ich im Sinne habe, und der ziemlich weit
14nach Mitternacht gelegen gewesen sein muß,
15tanzten auf der kleinen Bühne acht oder zehn
16Personen, aber auch im Saale selbst gab es al-
17lerlei Beweglichkeit, und eine Angelsächsin mit
18Zwicker und langen Zähnen war, ohne daß der
19Meister sich auch nur um sie gekümmert hätte,
20aus ihrer Reihe hervorgekommen, um im Mit-
21telgang eine aufzuführen. Cipolla
22unterdessen saß in lässiger Haltung auf einem
23Strohstuhl links auf dem Podium, verschlang
24den Rauch einer Zigarette und ließ ihn durch
25seine häßlichen Zähne arrogant wieder ausströ-
26men. Fußwippend und zuweilen mit den Schul-