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Mario und der Zauberer

Thomas Mann · Seite 19 von 107

1und angenehm, der Kontakt mit dem Meere be-
2quem, vermittelt durch eine Allee junger Plata-
3nen, die auf die Strandpromenade stieß, der
4Speisesaal, wo jeden Mittag
5eigenhändig die Suppe auffüllte, kühl und rein-
6lich, die Bedienung aufmerksam und gefällig,
7die Beköstigung vortrefflich, sogar Wiener Be-
8kannte fanden sich vor, mit denen man nach
9dem vorm Hause plauderte, und die wei-
10tere Bekanntschaften vermittelten, und so hätte
11alles gut sein können – wir waren unseres
12Tausches vollkommen froh, und nichts fehlte
13eigentlich zu einem zufriedenstellenden Auf-
14enthalt.
15Dennoch wollte kein rechtes Behagen aufkom-
16men. Vielleicht ging der törichte Anlaß unseres
17Quartierwechsels uns gleichwohl nach, – ich
18persönlich gestehe, daß ich schwer über solche
19Zusammenstöße mit dem landläufig Mensch-
20lichen, dem naiven Mißbrauch der Macht, der
21Ungerechtigkeit, der kriecherischen Korrup-
22tion hinwegkomme. Sie beschäftigten mich zu
23lange, stürzten mich in ein irritiertes Nachden-
24ken, das seine Fruchtlosigkeit der übergroßen
25Selbstverständlichkeit und Natürlichkeit dieser
26Erscheinungen verdankt. Dabei fühlten wir uns