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Mario und der Zauberer

Thomas Mann · Seite 28 von 107

1scheinen zu lassen, und daß wir, ohne Euphe-
2mismus gesprochen, nicht sowohl die Gäste
3Italiens, sondern der seien,
4welche eben seit einigen Jahren den Beruf
5einer Vertrauten der gegen den der Gastlich-
6keit eingetauscht habe. Auch hatten wir Lust,
7zu antworten, wie wir nicht wüßten, daß die
8moralische Verwahrlosung in diesem schönen
9Lande je einen solchen Grad erreicht gehabt
10habe, daß ein solcher Rückschlag von Prüderie
11und Überempfindlichkeit begreiflich und not-
12wendig erscheinen könne. Aber wir beschränk-
13ten uns darauf, zu versichern, daß jede Provo-
14kation und Respektlosigkeit uns fern gelegen
15habe, und entschuldigend auf das zarte Alter,
16die leibliche Unbeträchtlichkeit der kleinen
17Delinquentin hinzuweisen. Umsonst. Unsere
18Beteuerungen wurden als unglaubhaft, unsere
19Verteidigung als hinfällig zurückgewiesen und
20die Errichtung eines Exempels als notwendig
21behauptet. Telephonisch, wie ich glaube, wurde
22die Behörde benachrichtigt, ihr Vertreter er-
23schien am Strande, er nannte den Fall sehr
24ernst, , und wir hatten ihm hinauf
25zum »Platze«, ins zu folgen, wo ein
26höherer Beamter das vorläufige Urteil »molto