Mario und der Zauberer
Thomas Mann · Seite 31 von 107
1Hut, unser Angeber, war nicht der einzige Gast,
2der das Bad jetzt verließ; es gab große Abreise,
3man sah viele Handkarren mit Gepäck sich zur
4Station bewegen. Der Strand entnationalisierte
5sich, das Leben in Torre, in den Cafés, auf den
6Wegen der wurde sowohl intimer wie
7europäischer; wahrscheinlich hätten wir jetzt
8sogar in der Glasveranda des spei-
9sen können, aber wir nahmen Abstand davon,
10wir befanden uns am Tische der Angio-
11lieri vollkommen wohl, – das Wort Wohlbefin-
12den in der Abschattung zu verstehen, die der
13Ortsdämon ihm zuteil werden ließ. Gleichzeitig
14aber mit dieser als wohltätig empfundenen Ver-
15änderung schlug auch das Wetter um, es zeigte
16sich fast auf die Stunde im Einvernehmen mit
17dem Ferienkalender des großen Publikums.
18Der Himmel bedeckte sich, nicht daß es frischer
19geworden wäre, aber die offene Glut, die acht-
20zehn Tage seit unserer Ankunft (und vorher
21wohl lange schon) geherrscht hatte, wich einer
22stickigen Sciroccoschwüle, und ein schwäch-
23licher Regen netzte von Zeit zu Zeit den samte-
24nen Schauplatz unserer Vormittage. Auch das;
25zwei Drittel unserer für Torre vorgesehenen Zeit
26waren ohnehin abgelebt; das schlaffe, entfärbte