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Mario und der Zauberer

Thomas Mann · Seite 73 von 107

1die ihm wahrscheinlich ganz ungeläufige
2Schwestersprache fallen ließ und statt »venera-
3zione« »« mit einem unmöglichen
4Nasal am Ende sagte, – ein Teilerfolg, der nach
5den schon vollendeten Leistungen, dem Auffin-
6den der Nadel, dem Gang zur Empfängerin und
7dem Kniefall, fast eindrucksvoller wirkte, als
8der restlose Sieg es getan hätte, und bewunde-
9rungsvollen Beifall hervorrief.
10 trocknete sich aufstehend den Schweiß
11von der Stirn. Sie verstehen, daß ich nur ein
12Beispiel seiner Arbeit gab, indem ich von der
13Nadel erzählte, – es ist mir besonders im Ge-
14dächtnis geblieben. Aber er wandelte die
15Grundform mehrfach ab und durchflocht diese
16Versuche, so daß viel Zeit darüber verging, mit
17Improvisationen verwandter Art, zu denen die
18Berührung mit dem Publikum ihm auf Schritt
19und Tritt verhalf. Namentlich von der Person
20unserer Wirtin schien Eingebung auf ihn auszu-
21gehen; sie entlockte ihm verblüffende Wahrsa-
22gungen. »Es entgeht mir nicht, «, sagte
23er zu ihr, »daß es mit Ihnen eine besondere und
24ehrenvolle Bewandtnis hat. Wer zu sehen weiß,
25der erblickt um Ihre reizende Stirn einen
26Schein, der, wenn mich nicht alles täuscht, einst