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Mario und der Zauberer

Thomas Mann · Seite 76 von 107

1nicht endlich weggegangen seien, – und ich
2muß Ihnen die Antwort schuldig bleiben. Ich
3verstehe es nicht und weiß mich tatsächlich
4nicht zu verantworten. Es muß damals be-
5stimmt schon mehr als elf Uhr gewesen sein,
6wahrscheinlich noch später. Die Kinder schlie-
7fen. Die letzte Versuchsserie war für sie recht
8langweilig gewesen, und so hatte die Natur es
9leicht, ihr Recht zu erkämpfen. Sie schliefen auf
10unseren Knien, die Kleine auf den meinen, der
11Junge auf denen der Mutter. Das war einerseits
12tröstlich, dann aber doch auch wieder ein
13Grund zum Erbarmen und eine Mahnung, sie in
14ihre Betten zu bringen. Ich versichere, daß wir
15ihr gehorchen wollten, dieser rührenden Mah-
16nung, es ernstlich wollten. Wir weckten die ar-
17men Dinger mit der Versicherung, nun sei es
18entschieden die höchste Zeit zur Heimkehr.
19Aber ihr flehentlicher Widerstand begann mit
20dem Augenblick ihrer Selbstbesinnung, und Sie
21wissen, daß der Abscheu von Kindern gegen das
22vorzeitige Verlassen einer Unterhaltung nur zu
23brechen, nicht zu überwinden ist. Es sei herrlich
24beim Zauberer, klagten sie, wir wüßten nicht,
25was noch kommen solle, man müsse wenigstens
26abwarten, womit er nach der Pause beginnen