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Mario und der Zauberer

Thomas Mann · Seite 89 von 107

1Offenbar war das vergnüglich, und es dauerte
2nicht lange, bis er Zuzug fand und zwei weitere
3Personen, ein schlicht und ein gut gekleideter
4Jüngling, zu seinen beiden Seiten den »«
5vollführten. Hier nun war es, daß der Herr aus
6Rom sich meldete und trotzig anfragte, ob der
7 sich anheischig mache, ihn tanzen zu
8lehren, auch wenn er nicht wolle.
9»Auch wenn Sie nicht wollen!« antwortete
10 in einem Ton, der mir unvergeßlich ist.
11Ich habe dies fürchterliche »Anche se non vuo-
12le!« noch immer im Ohr. Und dann also begann
13der Kampf. Cipolla, nachdem er ein Gläschen
14genommen und sich eine frische Zigarette
15angezündet, stellte den Römer irgendwo im
16Mittelgang auf, das Gesicht der Ausgangstür
17zugewandt, nahm selbst in einiger Entfernung
18hinter ihm Aufstellung und ließ seine Peitsche
19pfeifen, indem er befahl: »« Sein Gegner
20rührte sich nicht. »Balla!« wiederholte der Ca-
21valiere mit Bestimmtheit und schnippte. Man
22sah, wie der junge Mann den Hals im Kragen
23rückte und wie gleichzeitig eine seiner Hände
24sich aus dem Gelenke hob, eine seiner Fersen
25sich auswärts kehrte. Bei solchen Anzeichen ei-
26ner zuckenden Versuchung aber, Anzeichen,