Mario und der Zauberer
Thomas Mann · Seite 35 von 107
1gängen und im Hintergrunde waren bei unserer
2Ankunft schon komplett. Es stand da, halb-
3nackte Arme auf gestreifter Trikotbrust ver-
4schränkt, allerlei autochthone Männlichkeit
5von , Fischervolk, unterneh-
6mend blickende junge Burschen; und wenn wir
7mit der Anwesenheit dieser eingesessenen
8Volkstümlichkeit, die solchen Veranstaltungen
9erst Farbe und Humor verleiht, sehr einverstan-
10den waren, so zeigten die Kinder sich entzückt
11davon. Denn sie hatten Freunde unter diesen
12Leuten, Bekanntschaften, die sie auf nach-
13mittäglichen Spaziergängen am entfernteren
14Strande gemacht. Oft, um die Stunde, wenn die
15Sonne, müde ihrer gewaltigen Arbeit, ins Meer
16sank und den vordringenden Schaum der Bran-
17dung rötlich vergoldete, waren wir heimkeh-
18rend auf bloßbeinige Fischergruppen gestoßen,
19die in Reihen stemmend und ziehend, unter ge-
20dehnten Rufen ihre Netze eingeholt, ihren meist
21dürftigen Fang an in triefende
22Körbe geklaubt hatten; und die Kleinen hatten
23ihnen zugesehen, ihre italienischen Brocken an
24den Mann gebracht, beim Strickziehen gehol-
25fen, Kameradschaft geschlossen. Jetzt tausch-
26ten sie Grüße mit der Sphäre der Stehplätze, da