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Mario und der Zauberer

Thomas Mann · Seite 37 von 107

1lieri selbst saß zwei Reihen hinter uns an der
2Seite ihres stillen und glatzköpfigen Gatten, der
3mit zwei mittleren Fingern seiner Rechten sei-
4nen Schnurrbart strich. Alle waren spät gekom-
5men, aber niemand zu spät; ließ auf
6sich warten.
7Er ließ auf sich warten, das ist wohl der richtige
8Ausdruck. Er erhöhte die Spannung durch die
9Verzögerung seines Auftretens. Auch hatte man
10Sinn für diese Manier, aber nicht ohne Grenzen.
11Gegen halb zehn Uhr begann das Publikum zu
12applaudieren, – eine liebenswürdige Form,
13rechtmäßige Ungeduld zu äußern, da sie zu-
14gleich Beifallslust zum Ausdruck bringt. Für die
15Kleinen gehörte es schon zum Vergnügen, sich
16daran zu beteiligen. Alle Kinder lieben es, Bei-
17fall zu klatschen. Aus der populären Sphäre rief
18es energisch: »« und »«
19Und siehe, wie es zu gehen pflegt: Auf einmal
20war der Beginn, welche Hindernisse ihm nun
21so lange entgegengestanden haben mochten,
22leicht zu ermöglichen. Ein Gongschlag ertönte,
23der von den Stehplätzen mit mehrstimmigem
24Ah! beantwortet wurde, und die Gardine ging
25auseinander. Sie enthüllte ein Podium, das
26nach seiner Ausstattung eher einer Schulstube