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Seite 83

Mario und der Zauberer

Thomas Mann · Seite 83 von 107

1beiseite geworfen. Mein Kopf ist noch heute voll
2von Erinnerungen an des Dulderda-
3ten, nur weiß ich nicht mehr Ordnung darin zu
4halten, und es kommt auf sie auch nicht an. So-
5viel aber weiß ich, daß die großen und um-
6ständlichen, die am meisten Beifall fanden, mir
7weniger Eindruck machten als gewisse kleine
8und rasch vorübergehende. Das Phänomen
9des Jungen als Sitzbank kam mir soeben nur
10der daran geknüpften Zurechtweisung wegen
11gleich in den Sinn... Daß aber eine ältere Da-
12me, auf einem Strohstuhl schlafend, von Cipol-
13la in die Illusion gewiegt wurde, sie mache eine
14Reise nach Indien, und aus der Trance sehr be-
15weglich von ihren Abenteuern zu Wasser und zu
16Lande kündete, beschäftigte mich viel weniger,
17und ich fand es weniger toll, als daß, gleich
18nach der Pause, ein hoch und breit gebauter
19Herr militärischen Ansehens den Arm nicht
20mehr heben konnte, nur weil der Bucklige ihm
21ankündigte, er werde es nicht mehr tun können,
22und einmal seine Reitpeitsche dazu durch die
23Luft pfeifen ließ. Ich sehe noch immer das Ge-
24sicht dieses schnurrbärtig stattlichen
25vor mir, dies lächelnde Zähnezusammenbeißen
26im Ringen nach einer eingebüßten Verfügungs-