Mario und der Zauberer
Thomas Mann · Seite 99 von 107
1Halstuch sowohl wie das schöne Geschlecht ihm
2gleichgültig seien.
3Der blickte flüchtig hinunter.
4»Um den da kümmern wir uns nicht«, sagte er,
5»er ist eifersüchtig, wahrscheinlich auf die Er-
6folge deines Tuches bei den Mädchen, vielleicht
7auch, weil wir uns hier oben so freundschaftlich
8unterhalten, du und ich... Wenn er will, erinne-
9re ich ihn an seine Kolik. Das kostet mich gar
10nichts. Sage ein bißchen, : Du zerstreust
11dich heute abend... Und am Tage bedienst du
12also in einem Kurzwarengeschäft?«
13»In einem Café«, verbesserte der Junge.
14»Vielmehr in einem Café! Da hat der
15einmal danebengehauen. Ein bist
16du, ein Schenke, ein , – das lasse ich
17mir gefallen, noch eine antike Erinnerung, –
18!« Und dazu streckte der Cavaliere
19zum des Publikums aufs neue grü-
20ßend den Arm aus.
21Auch Mario lächelte. »Früher aber«, flocht er
22dann rechtlicherweise ein, »habe ich einige Zeit in
23 in einem Laden bedient.« Es war
24in seiner Bemerkung etwas von dem mensch-
25lichen Wunsch, einer Wahrsagung nachzuhelfen,
26ihr Zutreffendes abzugewinnen.