Cipollas Auftritt
Sammle die Details, die Cipolla zugleich lächerlich und bedrohlich wirken lassen.
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15Er kam in jenem Geschwindschritt herein, in
16dem Erbötigkeit gegen das Publikum sich aus-
17drückt und der die Täuschung erweckt, als
18habe der Ankommende in diesem Tempo schon
19eine weite Strecke zurückgelegt, um vor das
20Angesicht der Menge zu gelangen, während er
21doch eben noch in der Kulisse stand. Der Anzug
22’s unterstützte die Fiktion des Von-
23außen-her-Eintreffens. Ein Mann schwer be-
24stimmbaren Alters, aber keineswegs mehr jung,
25mit scharfem, zerrüttetem Gesicht, stechenden
26Augen, faltig verschlossenem Munde, kleinem,
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1schwarz gewichstem Schnurrbärtchen und
2einer sogenannten Fliege in der Vertiefung
3zwischen Unterlippe und Kinn, war er in eine
4Art von komplizierter Abendstraßeneleganz
5gekleidet. Er trug einen weiten schwarzen und
6ärmellosen Radmantel mit Samtkragen und
7atlasgefütterter Pelerine, den er mit den weiß
8behandschuhten Händen bei behinderter Lage
9der Arme vorn zusammenhielt, einen weißen
10Schal um den Hals und einen geschweiften,
11schief in die Stirne gerückten Zylinderhut. Viel-
12leicht mehr als irgendwo ist in Italien das acht-
13zehnte Jahrhundert noch lebendig und mit ihm
14der Typus des Scharlatans, des marktschreie-
15rischen Possenreißers, der für diese Epoche so
16charakteristisch war, und dem man nur in Ita-
17lien noch in ziemlich wohl erhaltenen Beispielen
18begegnen kann. hatte in seinem Gesamt-
19habitus viel von diesem historischen Schlage,
20und der Eindruck reklamehafter und phanta-
21stischer Narretei, die zum Bilde gehört, wurde
22schon dadurch erweckt, daß die anspruchsvolle
23Kleidung ihm sonderbar, hier falsch gestrafft
24und dort in falschen Falten, am Leibe saß oder
25gleichsam daran aufgehängt war: Irgend etwas